Ein neues Jahr und mein erster Unterricht

Da ich nun bereits vier Wochen am Tempel bin, ist es mal wieder Zeit mich hier zu melden.

Den Vormittag des 26.12. nutzte ich, indem ich mich runter in die Stadt fahren ließ (der Tempel liegt etwas außerhalb von Matara auf einem Hügel). Dort angekommen, hatte ich die Möglichkeit ein paar Dinge des täglichen Gebrauchs einzukaufen. Außerdem besuchte ich ein Kloster, welches auf einer kleinen Insel vor der Stadt liegt. Dort hatten nämlich Sardha und Kashapa, die beiden jüngsten Mönche, Unterricht für die nächsten zwei Tage. Kurze Zeit später, nachdem ich wieder zurückgekommen war, kamen die vier ThailänderInnen aus Deutschland am Tempel an. Für diese stand in der kommenden Nacht der Rückflug nach Thailand bzw. Deutschland an. Da sie einige Souvenirs erstanden hatten, bestanden die nächsten zwei Stunden aus Ein- und Umpacken. Zusammen mit Rev. Wipassi fuhren sie schließlich nach Colombo zum Flughafen.

Die nächsten zwei Tage gab es nichts wirklich zu tun. So vertrieb ich mir die Zeit mit Lesen oder etwas Joggen, was jedoch aufgrund der Hitze recht anstrengend war. Am zweiten Tag war das Office auch wieder offen, sodass ich dort einige Zeit verbrachte.

Am Freitag buchte ich dann meinen Hin- und Rückflug nach Kuala Lumpur. Denn nach meiner Zeit in Sri Lanka werde ich noch zusammen mit Freunden zwei Wochen Malaysia bereisen, bevor mein Studium Mitte März in Deutschland beginnt. Über den Mittag erarbeitete ich zusammen mit Visudhdhi einen englischen Zeitungsartikel, über welchen wir anschließend diskutierten. Die restliche Zeit des Tages verbrachte ich erneut im Office mit Gayan & Co.

Einen Teil des Samstags arbeitete ich im Office an einem Video. Geplant ist von meinen Erlebnissen in Sri Lanka ein Video zu erstellen, welches nach Fertigstellung auch auf der Homepage des „Karlsruher Children Center“ erscheinen soll. Am Abend nahmen mich Gayan und Nadun spontan zu einem großen, alljährlichen Fest an einem nahen Tempel mit. Das Ganze erinnerte mich ein bisschen an einen exotischen Fastnachtsumzug. So standen viele Menschen an der Straße und beobachteten, wie sich die Prozession aus reich verzierten Tänzern, Musikern und Elefanten die Straße entlang zog.

Am darauffolgenden Tag stand Silvester vor der Tür. Gegen Mittag fuhr ich zusammen mit Rev. Wipassi und den vier anderen Mönchen nach Colombo, in den bereits bekannten Tempel. Dort feierten wir Silvester, sowie den Geburtstag des dortigen „Chefmönchs“. Das eigentliche Neujahr wird im Buddhismus jedoch erst im April gefeiert, da man sich nach dem Mondkalender richtet. Nach dem Ablegen von Opfergaben unter dem Bodhibaum, wurde gemeinsam gebetet. Während des Betens waren alle mit einem weißen Faden verbunden, wie ich es schon damals bei Naduns Familie erlebt hatte. Das Gebet endete damit, dass man von einem der Mönche gesegnet wurde, indem man ein weißes Armbändchen umgebunden bekommen hat. Abschließend wurde für alle Essen und Trinken verteilt, die Mönche bekamen jedoch nur zu trinken. Für sie ist es nämlich generell nur erlaubt bis 12 Uhr zu essen und dann erst am nächsten Morgen wieder.

Die anschließende Nacht war Vollmond. Im singhalesischen Buddhismus ist der Vollmond ein wichtiges Ereignis, sodass am Tag nach dem Vollmond immer ein Feiertag ist. So soll Siddhartha (Buddha) vor circa 2500 Jahren Sri Lanka das erste Mal bei Vollmond betreten haben, weswegen es heutzutage noch ein wichtiges Ereignis ist. Aufgrund dessen klingelte mein Wecker am nächsten Morgen um kurz nach sechs in der Früh. Die darauffolgende Zeremonie „Pirith Chanting“, bestand daraus Opfergaben unter dem Bodhibaum auszulegen und zu beten. Den restlichen Tag mussten Vorbereitungen für den Abend getroffen werden. Nach Sonnenuntergang war nämlich eine Neujahrszeremonie geplant, die das Anzünden vieler Ölkerzen beinhaltete. Jeder Besucher hatte die Möglichkeit, für sich und seine Familie Kerzen zu entzünden. Gegen 18:30 Uhr startete die Zeremonie. Erneut wurden gemeinsam Opfergaben unter dem Bodhibaum ausgelegt. Das Anzünden der mehreren hundert Kerzen im Dunklen war ein sehr besonderes Erlebnis und verbreitete eine schöne Atmosphäre. Nach dem anschließenden Gebet war die Zeremonie beendet.

Am Dienstag waren die Ferien der Schulkinder vorbei. Das gleiche galt auch für die jüngeren Mönche, die alle drei, bis auf Visudhdhi nun bei der Schule schlafen und nur noch am Wochenende zum Tempel kommen. Den Vormittag war ich im Office, wobei ich meinen singhalesischen Wortschatz etwas erweitern konnte und meinen nächsten Blog begann. Gegen Nachmittag war mit Rev. Wipassi abgesprochen, sich mit einer Deutschlehrerin über meinen kommenden Unterricht zu unterhalten. Wie sich später dann jedoch herausstellte, konnte diese nicht erreicht werden. Ergebnis war, dass ich unerwartet meiner neuen Englischklasse gegenüber saß, ohne einen richtigen Plan zu haben, was hier gerade eigentlich geschieht. Nach gegenseitigem Vorstellen wurde der Unterricht auf dienstags und freitags festgesetzt. Die Schüler dieser 11. Klasse haben im Dezember 2017 Prüfungen geschrieben und müssen nun bis Ende März 2018 auf ihre Noten warten, bevor sie wieder den normalen Unterricht in ihrer Schule besuchen können.

Die nächsten zwei Tage hatte ich genug Zeit meine ersten Unterrichteinheiten zu durchdenken und vorzubereiten. Außerdem schaffte ich es, mir einen Roller für die nächsten zwei Wochen  zu mieten, was gar nicht so einfach war, da hier gerade Hauptreisezeit ist und jene dadurch sehr begehrt sind. So habe ich nun die Möglichkeit etwas unternehmen zu können, wenn es nichts zu tun gibt.

Am Freitag um 14 Uhr war es dann so weit. Den ersten Unterricht hatte ich mir so aufgebaut, dass ich die Doppelstunde mit einem kleinen Spiel begann. Darauf folgte die Fragestellung „Wie beschreibe ich ein Bild?“, mit dem Hintergedanken die nächste Unterrichtseinheit Cartoons zu beschreiben/analysieren. Mein Ziel dabei ist, dass wir gemeinsam über die Kritiken der Cartoons diskutieren können. Meine neuen Schüler waren noch sehr zurückhaltend und ich musste sie mehrfach zum lauter Sprechen auffordern. Aber da es eine recht überschaubare Gruppe mit circa zehn Schülern und Schülerinnen ist, bin ich sehr zuversichtlich, dass sich das in den nächsten Stunden legen wird.

Ich bin nun gespannt auf die nächsten Unterrichtsstunden und hoffe, dass ich etwas vermitteln  kann. Meinen ersten Deutschunterricht werde ich voraussichtlich am 13.01. halten.

Bis zum nächsten Mal.

Euer Pablo

 

 

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Zeremonien und 20 Stunden im Auto

Nachdem wir am vorherigen Abend noch eine ganze Weile Bambusstämme zugeschnitten hatten, bestand der Samstag ebenfalls aus Vorbereitungen für den 17.12. Wir fertigten das Banner an, welches schlussendliche im Hintergrund der Bühne hängen sollte. Das machten wir, indem wir zunächst Schablonen ausdruckten und ausschnitten, um anhand dieser aus Styropor singhalesische Schriftzeichen anzufertigen und auszufeilen, bevor wir sie aufklebten. Auch wenn das Endprodukt echt klasse aussah, war es einiges an Arbeit für ein einziges Banner.

Am 17.12. stand dann die Zeremonie der „Dhamma school“ auf dem Programm. Zusammen mit den vier jüngeren Mönchen schmückten wir die Einfahrt des Tempels mit buddhistischen Flaggen. Im Laufe des Vormittags reisten einige Mönche an. Darunter befand sich auch eine Nonne, was mich doch überraschte, da ich davor noch nie von einem weiblichen Mönch gehört hatte. Pünktlich um 14 Uhr startete die Zeremonie. Entlang der Auffahrt bis hin zum Tempel standen Kinder, die mit kleinen buddhistischen Fähnchen winkten. Während die Mönche samt Schirmhalter die Gasse aus Kindern entlang liefen, führten professionelle Tänzer einen traditionellen Tanz auf. Dabei liefen sie immer vor den Mönchen her und trugen ihre reich verzierten Kostüme zur Schau. Wie auch schon bei der Feier des Kindergartens, durfte ich feierlich eine der Kerzen anzünden. Die darauffolgenden fünf Stunden bestanden aus Reden, Tänzen, Gesang und Überreichungen von Geschenken.

Den nächsten Vormittag verwendete ich darauf, meinen erste Blog hochzuladen. Erst dachte ich, dass es am heutigen Tag nicht besonders viel zu tun gäbe, doch dann mussten bereits Vorbereitungen für die „Karlsruhe scholarship awarding“ Zeremonie am 23.12. getroffen werden. Wir, also Gayan, Kanthi, die zwei Sekretärinnen Tesheema und Govindi sowie zwei weitere Helferinnen, verbrachten den restlichen Tag damit, Schulrucksäcke mit Materialien zu befüllen. Diese Rucksäcke hatte ich, wie schon im letzten Blog erwähnt, ein paar Tage zuvor zusammen mit Rev. Wipassi aus Colombo abgeholt. Wir bestückten sie mit allem wichtigen Equipment eines Schülers, also Stifte, Hefte, Zirkel, Radiergummi, etc. Da in Sri Lanka die Schüler an den Schulen Uniformen tragen, gab es auch noch Schuhe sowie Stoffe für die Uniformen.

Am nächsten Morgen fuhren Rev. Wipassi und ich mal wieder nach Colombo. Dort holten wir am Flughafen vier ThailänderInnen ab, die alle schon mal in Deutschland gewohnt haben oder noch wohnen. Darunter auch ein Mönch, der in einem Karlsruher Tempel lebt. Zusammen mit diesen setzten wir unsere Fahrt Richtung Norden nach Anuradhapura fort. Ich fungierte dabei als Übersetzer und Unterstützer von Rev. Wipassi. Am späten Abend kamen wir dort an, setzten die vier ab und fuhren die Nacht durch wieder den ganzen Weg zurück bis nach Matara. Dies fand ich etwas bedenklich für unseren Fahrer, der nach ca. 20 Stunden müde, aber froh am Tempel einfuhr. Nach der Ankunft blieben mir noch etwa zwei Stunden Ruhe, bis es die nächste Zeremonie gab, dieses Mal zu Ehren eines japanischen Spendenprogramms. Am Nachmittag half ich noch etwas bei den Vorbereitungen für die Zeremonie am 23.12., jedoch fiel ich dann bald erschöpft ins Bett.

Den Vormittag des nächsten Tages verbrachte ich zusammen mit Rev. Wipassi in Colombo. Dort musste ich meinen Rückflug umbuchen, weil es bei der ursprünglichen Buchung zu einem Missverständnis gekommen war, wodurch ich die Dauer meines dreimonatigen Visums in Sri Lanka überschritten hätte. Den Nachmittag verbrachte ich mit den anderen im Office, wobei es nur ein paar Kleinigkeiten zu tun gab.

Am darauf folgenden Tag gab es nichts groß zu tun, sodass ich die Gelegenheit nutzen konnte, meinen ersten Blog hoch zu laden. Gegen Nachmittag fuhr ich ins nahe gelegene Mirissa, wo ich mich mit Nicolas und Gina traf, um etwas die Strände zu genießen und gemeinsam zu Abend zu essen.

Heute war es dann so weit, der 23.12. mit der „Karlsruhe scholarship awarding“  Zeremonie war da. Letzte Vorbereitungen wurden getroffen und alles schön her gerichtet. Bei der Zeremonie waren auch Nicolas und Gina dabei, sowie die vier ThailänderInnen. Wie auch schon bei der Zeremonie am 17.12. reisten einige Mönche von außerhalb an und zur Eröffnung wurde ein traditioneller Tanz aufgeführt. Erneut durfte ich eine Kerze entzünden, was eine große Ehre bedeutet. Auch diesmal gab es einige Reden, Tänze und Gesänge. Bei der Rede des thailändisch-deutschen Mönchs war ich wieder einmal als Übersetzer vom Deutschen ins Englische gefordert.

Der darauf folgende Tag war Weihnachten. Natürlich wird in einem buddhistischen Tempel nicht Weihnachten gefeiert, also schloss ich mich nach Absprache mit Rev. Wipassi, Nicolas und Gina an. Gemeinsam mit einer weiteren Deutschen machten wir einen Ausflug nach Galle und gingen etwas surfen. Am Abend nahmen wir an einem großen Buffet mit westlichem Essen teil. Eine sehr willkommene Abwechslung nach nahezu täglichem „Curry“, also Reis mit verschiedenen, meist scharfen Saucen. Die Nacht verbrachte ich im Hostel der dreien. Am Morgen verabschiedete ich mich von Nicolas und Gina, da sie nun noch ein paar Tage im Norden Sri Lankas unterwegs sein und die Insel dann ganz verlassen werden. Zurück im Tempel verbrachte ich ein wenig Zeit mit Nadun, Gayan, Visudhdhi und Mahanama, die mir verschiedene singhalesische Snacks zeigten.

Ich würde sagen, dass ich mich nun voll und ganz hier eingelebt habe. So schwitze ich vielleicht noch deutlich mehr wie die Einheimischen bei meist um die 30 Grad, doch habe ich hier schon einige Freunde gefunden.

Ich wünsche euch einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Euer Pablo

Ps.: Dieser Eintrag kommt leider etwas verspätet, da es hier momentan Probleme mit dem Internet gibt.

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Meine erste Woche

Bereits vor einer Woche bin ich im Karlsruher Children Center herzlich empfangen worden. Doch fange ich lieber mal von vorne an.

Vor ca. 3 Wochen bin ich am 24.11.17 zusammen mit meinen Eltern in Colombo gelandet. Nach ein paar Tagen des Ankommens ist meine Mutter in eine einwöchige Ayurvedakur nach Beruwela gefahren. Mein Vater und ich sind zu einer einwöchigen Rundreise durch Sri Lanka aufgebrochen. Zuerst fuhren wir in den Norden nach Anuradhapura und schauten uns eine Vielzahl von Buddhistischen Heiligtümern an. Darunter befanden sich auch die größte Stupa Sri Lankas mit über 100m Höhe, sowie die älteste. Weiter ging es mit dem Bus nach Dambulla. Nachdem uns eine wilde Affenfamilie beim Frühstück zugeschaut hatte, ging es zur Besteigung von Sigiriya oder auch Löwenfelsen genannt. Über Candy mit seinen Sehenswürdigkeiten erreichten wir Ella nach einer wunderschönen Zugfahrt durch die Berge. Dort trafen wir wieder mit meiner Mutter zusammen. Es ging weiter in den Yala-Nationalpark. Zum Schluss verbrachten wir noch ein paar Tage nahe Tangalle an einem tollen Strand. Schließlich kamen wir am Vormittag des 09.12.17 ins Karlsruher Children Center, mein Dreh und Angelpunkt für die nächsten 10 Wochen.

Sigiriya

Ella

Tangalle

Nach einer kurzen Begrüßung wurden wir mit Blumen ausgestattet und Nicolas und Gina (zwei Volontäre eines anderen, nah gelegenen buddhistischen Klosters) zeigten uns das Tempelgelände. Im Anschluss gab es im Rahmen einer Geburtstagsfeier, zu der wir überraschend gefahrenwurden,  einen Snack mit verschiedenen singhalesischen Kleinigkeiten, die es alle zu probieren galt. Gegen Nachmittag fuhren meine Eltern in ein Hotel nach Mirissa und auch ich bekam meine Unterkunft gezeigt. Von jetzt an wohne ich am Tempel zusammen mit Wipassi und den vier anderen jüngeren Mönchen. Das war für mich schon eine große Überraschung, da ich die ganze Zeit damit gerechnet hatte in einer Familie zu wohnen. Der restliche Tag bestand aus einer allabendlichen Ehrung Buddhas unter dem großen Bodhibaum des Tempels. Nach dem Abendessen ging es früh ins Bett, geschafft von all den neuen Eindrücken.

Der nächste Morgen begann um 6:00 Uhr früh. Nach einer Tasse Tee kehrte ich zusammen mit den Mönchen das Tempelgelände und bekam anschließend etwas zu frühstücken, ab jetzt ein fester Bestandteil meines Tagesablaufs. Heute hatten die Klassen 1-4 Prüfungen in dem Fach Buddhismus. Als erstes stand jedoch wieder eine Ehrung Buddhas zusammen mit den über 100 jungen Schülern und Schülerinnen auf dem Plan.

Am Montag machte ich zusammen mit meinen Eltern eine Whale-Watching-Tour bei Merissa. Neben einem Delfinschwarm gab es Schildkröten, fliegende Fische und als Highlight zwei riesige Blauwale zu bestaunen. Nach über sechs Stunden auf dem Boot, war es dann doch ganz schön wieder festen Boden unter den Füßen zu haben. Gegen Abend wurde ich überraschend zu einer Zeremonie  eingeladen. Diese sollte Nadun, der ebenfalls im Children Center aktiv war, einen guten Studienbeginn in Kandy bescheren. Der Hauptteil der Zeremonie bestand daraus, dass sowohl die Familie, als auch die drei Mönche mit einem weißen Faden verbunden wurden und dazu Gebete sprachen. Zum Schluss bekam ich dann noch einige Früchte von Naduns Familie geschenkt. Insgesamt eine sehr fremde, aber interessante Erfahrung.

Am Folgetag kamen nach der allmorgendlichen Routine meine Eltern nochmal zu Besuch, um sich von mir und all den anderen wie Rev. Wipassi zu verabschieden. Am Abend bekam ich eine sehr nett gemachte Einladung zum Konzert des Kindergartens, welches am darauffolgenden Tag stattfinden sollte.

Mit etwas Verzögerung begannen die zahlreichen kleinen Auftritte der 15 Kinder. Es gab immer wieder witzige Situationen, sodass eine heitere Stimmung sowohl bei den Zuschauern als auch auf der Bühne herrschte. Am Abend versuchte ich mich in meinen ersten spielerischen Lehrversuchen mit den beiden jüngsten Mönchen Sardha und Kashapa.

Einladung zum Konzert des Kindergartens.

Sardha und Kashapa

Der Donnerstag verlief recht ruhig. Den Vormittag verbrachte ich im Büro, wo ich dann auch meinen ersten Block anfing zu schreiben. Spontan nahm ich mein Mittagessen zusammen mit Nicolas und Gina sowie einem Engländer in Matara ein. Zurück im Children Center half ich zusammen mit den Sekretärinnen und Gayan das Bühnenbild für die große Zeremonie  am 23.12. vor zu bereiten.

Nach dem morgendlichen Fegen wurde mir dann doch recht spontan mitgeteilt, dass es für mich in 15 Minuten nach Colombo gehen würde. Zusammen mit Rev. Wipassi und dem Fahrer holten wir 250 Rucksäcke für einen Großteil der Schüler des Children Centers ab. Außerdem besuchten wir in Colombo einen Tempel, in dem wir etwas Verpflegung bekamen. Dort wurde ich auch eingeladen an einem der kommenden Wochenenden an einer Meditationseinheit teil zu nehmen – mal schauen, was daraus wird. Nach dieser netten Begegnung, ging es dann wieder zurück nach Matara. Direkt im Anschluss schnitt ich in der nun schon etwas vertrauten Gruppe und zusätzlich zwei Lehrerinnen  Stoffe für die Schüler zurecht. Danach besorgten wir noch zwei große Bambusstäbe, die wir für die als nächstes kommenden Zeremonien bereits am 17.12 brauchen würden. Bei dieser Zeremonie geht es um die „Dhamma school“, welche praktisch den Buddhismus lehrt, wie mir erklärt wurde.

Gayan, Visudhdhi und Buddhika beim Bambus holen.

Alles in allem kann ich auf eine sehr ereignisreiche Woche zurückblicken, in der ich, für eine so kurze Zeit, vieles erlebt habe. Ich muss zugeben, dass ich nicht im Geringsten damit gerechnet hatte, mit den Mönchen zusammen zu leben und ich war mir anfangs auch nicht sicher, wie ich das finden sollte. Nun kann ich aber sagen, dass das Unbekannte sehr spannend ist und alle sehr bemüht um mich sind, um es mir so angenehm wie möglich zu machen. So begleitet und versorgt mich Mönch Visudhdhi momentan viel, der ebenfalls 19 Jahre alt ist. Obwohl hier momentan eigentlich Ferien sind wird es die nächsten zwei Wochen einiges zu tun geben, wovon ich dann natürlich bald wieder berichten werde.

Bis dahin.

Euer Pablo

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