Die vorletzte Woche

Am Freitag ging es mir schon wieder besser, so dass ich den Tag im Office startete und den Unterricht für den Nachmittag und den folgenden Tag vorbereiten konnte. Dann ging es ans eigentliche Unterrichten. Der Samstag verging schnell, wobei bei Klasse 6 der Satzbau das Thema war und bei den Klassen 7,8,9 die Artikel.

Der Tag darauf war von einem Ausflug bestimmt, und zwar zu einem „Blowhole“. Was ist das? An einer Stelle nahe am Meer wird Wasser durch eine Felsspalte gedrückt, so dass bei Wellengang Fontänen bis zu 30 Metern Höhe entstehen. Nach ca. 30-minütiger Fahrt mit dem Van, waren wir auch schon da. Anfangs präsentierte sich das Loch eher unspektakulär, später kam es dann doch noch zu ein paar Fontänen von beeindruckender Höhe. Auf dem Rückweg machten wir einen Stopp an einem der vielen Strände, um eine Partie Cricket zu spielen.

Sonntags mietete ich mir nach der Morgenroutine (Fegen und Co.) einen Roller für einen Teil meiner nun schon letzten zwei Wochen auf Sri Lanka, die jetzt doch erstaunlich schnell gekommen waren. Den Rest des Tages verbrachte ich im Office, wo ich meinen Blog hoch lud und den nächsten Unterricht vorbereitete.

Den  folgenden Vormittag verbrachte ich damit, mein Video voran zu bringen. Gegen Nachmittag fuhr ich in die Stadt, um schon mal erste Abschiedsgeschenke zu besorgen. Auf dem Rückweg fuhr ich spontan an einen nahen Strand, um noch ein Stündchen surfen zu gehen. Auf dem Surfboard hatte ich meine Actioncam befestigt. Leider ging diese, trotz einem zusätzlichen Sicherheitsband, durch den hohen Wellengang im Meer verloren. Da ich zwar schon einiges am Tempel gefilmt habe, aber auch noch einiges filmen wollte bzw. ein Teil der Filmchen nun nicht mehr vorhanden sind, wird es leider nur ein abgespecktes Video über meinen Aufenthalt geben.

Die nächsten drei Tage verbrachte ich im Office, mit Unterrichten in der Schule oder ich machte kleinere Ausflüge in die Umgebung. Freitags hatte ich die Möglichkeit mit ein paar Schildkröten zu schwimmen, was ein wirklich tolles Erlebnis war.

Am Samstag war kein Unterricht. Es waren nämlich Wahlen, bei denen ein paar Lehrer bestimmte Aufgaben zu erfüllen hatten und deshalb nicht ihrer Lehrtätigkeit nachkommen konnten.  Da ich dies erst nach meinem Unterricht am letzten Samstag erfahren hatte, habe ich jetzt anstatt zwei, nur noch einen Samstag zum Unterrichten, wodurch ich meinen Unterricht etwas umplanen muss. Aber nun zum Samstag. Für den Vormittag hatte ich nämlich das Backen von Kaiserschmarrn mit einigen anderen vom Children Center geplant. Dazu hatte ich alles Nötige schon am Vortag eingekauft. Warum ausgerechnet Kaiserschmarrn? Naja, das hat sich für mich am besten realisieren lassen, da ich bis auf eine Herdplatte weder Ofen noch sonstige technische Hilfsmittel zur Verfügung habe. Und außerdem bekommt man Eier, Mehl, Milch und etwas Zucker praktisch überall auf der Welt, so auch auf Sri Lanka. Das Anstrengendste war, das Eiweiß zu Schnee zu schlagen. Das wusste ich bereits vom Probekochen am Vortag zusammen mit Visudhdhi. Da mein Arm irgendwann lahm war, musste jeder mal ran. Nach knapp drei Stunden hatten wir eine schöne Portion Kaiserschmarrn mit selbst gemachtem Apfelbrei und Puderzucker. Insgesamt kam das Essen gut an, da die meisten Singhalesen vernarrt in Süßes sind.

 

Der nächste Morgen hielt zu meiner Überraschung einen Trip nach Galle bereit. Ich hatte eine Nachricht bekommen, dass es um 9 Uhr am Tempel losgehen sollte. Zusammen mit Nadun, Gayan und Kasun starteten wir dann um 10 Uhr. In Gale besichtigten wir das Fort und ebenso die dazugehörigen, schönen und alten Gassen der Anlage. Anschließend ging es zu einem nahe gelegenen Strand zum Baden, wobei sich Nadun und Gayan nicht ins Wasser bewegen ließen.

Ich bin nun gespannt auf meine letzte Woche.

Bis dahin.

Euer Pablo

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